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Mikrobielle Pathogenitätsmechanismen

 
 
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Krankheitserregende Pilze verursachen bei Menschen sehr häufig Infektionen von Haut und Schleimhaut. Sie können aber auch lebensbedrohende systemische Pilzinfektionen hervorrufen, bei der sich die Pilzzellen durch den Blutkreislauf über den gesamten Körper verteilen können.
 

Die Abteilung Mikrobielle Pathogenitätsmechanismen (MPM) erforscht die Ursache und Entwicklung solcher Infektionen. Unsere Untersuchungen konzentrieren sich dabei auf Pilzinfektionen durch Hefen, insbesondere Candida albicans und C. glabrata.

Im Gegensatz zu vielen anderen krankheitserregenden Pilzen zählen Candida-Arten zur normalen mikrobiellen Flora des Menschen. Sie können jedoch Infektionen verursachen, wenn die natürlichen Barrieren des Menschen geschädigt sind oder das Immunsystem geschwächt ist. Dann gelingt es dem Pilz, die normale mikrobielle Flora an Körperoberflächen zu überwuchern oder gar in tiefere Gewebe und Organe vorzudringen.

Ziel unserer Forschung ist es, am Beispiel von Candida -Hefen aufzuklären, welche Faktoren krankheitserregende Pilze benötigen, um Infektionen zu verursachen. Dabei kommen zelluläre, mikrobiologische, molekulare und biochemische Methoden zum Einsatz. Auf diese Weise sollen nicht nur die Pathogenitätsmechanismen besser verstanden, sondern auch Ansatzpunkte für neue Medikamente gefunden werden.

Eingebettet in die Abteilung MPM ist die Forschungsgruppe „Wirkstoffprüfung“. Forschungsschwerpunkte liegen auf der experimentellen Infektionsbiologie und auf toxikologischen und pharmakologischen Untersuchungen von Naturprodukten.